| Monsterwellen im Mittelmeer |
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| Geschrieben von: tri/news.ch mit Agenturen |
| Donnerstag, den 04. März 2010 um 18:36 Uhr |
Das Kreuzfahrtschiff «Louis Majesty» ist in der Nacht auf heute von Monsterwellen getroffen worden - zwei Menschen starben.Vor der spanischen Küste bei Cataqués haben riesige Wellen das Kreuzfahrtschiff «Louis Majesty» getroffen. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, ein Deutscher und ein Italiener, wie «Welt online» heute berichtet. Insgesamt wurden bei dem Vorfall 16 Passagiere verletzt, eine 62-jährige Frau brach sich beide Beine. Alle 14 Verletzten seien Touristen gewesen, an Bord befanden sich 1350 Touristen und 580 Besatzungsmitglieder. Mehrere rund acht Meter hohe Wellen waren gegen das Schiff geschlagen und hatten die Scheiben eines Salons im fünften Deck zertrümmert, berichtete die Küstenwache. Zerbrochene Scheiben Das beschädigte Schiff konnte mit eigenen Kräften am Abend im Hafen von Barcelona einlaufen, es fährt unter der Flagge Maltas und gehört zur zyprischen Reederei Louis Cruises. Vor dem Unglück hatte es eine Sturmwarnung für das westliche Mittelmeer gegeben. Die spanischen Behörden hätten Wellen von fünf bis sechs Metern Höhe vorausgesagt, berichtete der katalanische Fernsehsender TV3. Normalerweise machten solche Wellen einem so grossen Schiff auf dem Meer aber nichts aus. Aber durch den Bruch der Fensterscheiben sei alles in Sekunden überflutet gewesen. Die zuständigen Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Der Bremer Wellenforscher Wolfgang Rosenthal sagte gegenüber «Welt online», dass es keine zuverlässigen Statistiken über die Häufigkeit und Höhe von Monsterwellen gibt, dass sie aber durchaus auch im Mittelmeer auftreten können - auch wie aus dem Nichts. Wobei das westliche vermutlich häufiger betroffen sei als das östliche. Dies liege allerdings nicht an der Nähe zu dem für seinen hohen Seegang berüchtigten Nordatlantik und der Meeresstrasse von Gibraltar. Die Monsterwellen schaukelten sich im Mittelmeer selbst hoch, oft verursacht durch den «Mistral»-Wind, der aus den Seealpen oder durch das Rhonetal kommt. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 16. März 2010 um 22:35 Uhr |














